Förderverein Greife(i)nbad
Pressemitteilung vom 27.10.08
Morgen findet ein Notartermin statt, in dem die AOK die Warmbadeanstalt Greifenbad an den Privatinvestor Herrn Bögelsack verkauft.
In einem kurzfristig anberaumten Gesprächstermin teilte dies die AOK heute dem Förderverein Greife(i)nbad mit, obwohl die AOK noch Anfang letzter Woche dem Förderverein zusagte, ein inzwischen gemachtes Angebot in 6stelliger Höhe ernsthaft zu prüfen und dafür den letzte Woche anvisierten Verkaufstermin kurzfristig aussetzte.
"Von einer ernsthaften Prüfung unseres Angebots kann nicht die Rede sein", so Falk Schlegel vom Förderverein Greife(i)nbad.
"Wenn die AOK der Meinung ist, unser Konzept der durchgehenden öffentlichen Nutzung fast des gesamten Greifenbadkomplexes durch Sauna, Hamam, Museum, Hostel, etc, seie. bzgl. des öffentlichen Charakters ähnlich zu bewerten, wie ein z. B. zwei bis dreimal im Jahr möglicher Besuch von Lesesaal und von 4 der 30 noch existierenden Badewannen, wie dieses beim Wohnnutzungs-Konzept von Herrn Bögelsack vorgesehen ist, dann ist dies ein völlig unsachgemäßer und willkürlicher Vergleich der beiden Investitionskonzepte", so Schlegel weiter.
"Überdies hat die AOK die soziale Komponente der Greifenbadnutzung völlig außer Acht gelassen", zeigt sich Fördervereinskollegin Daniela Grant empört über das Verhalten de AOK:
"Herr Bluschke als Vorstandvorsitzender der AOK wird hiermit seiner auch sozialen Verantwortung gegenüber der Mitgliederschaft der AOK nicht gerecht, wenn er nur die beiden Kaufpreisangebote der Bieter vergleicht."
"Wir sind zudem fassungslos, mit welcher Arroganz die AOK uns nun ein zweites Mal vor die Tür gesetzt hat", so Schlegel. "Angeblich blieb für eine weitere Nachbesserung unseres Angebotes deswegen keine Zeit mehr, weil Herr Bögelsack wieder zur Vertragsunterschrift gedrängt hat. 10 Jahre hat die AOK gewartet und nun muß es Knall auf Fall gehen. Die AOK hat es ja noch nicht mal für nötig befunden, Herrn Bögelsack nach dem Grund für die Eile zu befragen."
"Offensichtlich gehts beiden Seiten nur darum, einen unsozialen Verkaufsdeal möglichst rasch über die Bühne zu kriegen", so auch Dieter Rahmann vom Förderverein.
"Offensichtlich ging es der AOK nie darum, ein Angebot von uns ernsthaft zu prüfen, sondern nur darum, eine solche Prüfung vorzutäuschen, um die Wogen der öffentlichen Empörung zu glätten."
Weitere Details aus dem heutigen Gespräch zwischen AOK und Förderverein können wir Ihnen am morgigen Dienstag ab 12 Uhr bei einem Presse-Ortstermin vor der AOK, Warnowufer 23, Rostock mitteilen.
Telefonische Ereichbarkeit morgen: 01577-5706606 (Frau Grant)
Förderverein Greife(i)nbad e. V.
Pressemitteilung vom 20.10.2008
Im heutigen Gesprächstermin zwischen der AOK und dem Förderverein Greife(i)nbad e. V., sicherte die AOK zu, ein vorläufiges Kaufangebot der Projektgruppe Greife(i)nbad ernsthaft zu prüfen, wenn anhand der heute vorgelegten Zahlen ein ernsthaftes Kaufinteresse besteht. Hierfür könne auch der für Mittwoch anvisierte Notartermin zwecks Kaufvertrag mit dem Privatinvestor Herrn Bögelsack ausgesetzt werden. Die Projektgruppe und der Förderverein Greife(i)nbad e. V. möchten eine öffentliche und soziale Nutzung des Greifenbades in denkmalgeschützter Form erreichen. Das Nutzungskonzept des Fördervereins wurde den Gesprächspartnerinnen übergeben, ausführlich erläutert und mit einem Finanzierungskonzept unterfüttert. "Wir gehen davon aus, dass unser Gesamtkonzept das Überzeugendere für die AOK ist", so Daniela Grant vom Förderverein.
Im Gespräch mit Vertreterinnen der AOK machten Mitglieder des Fördervereins heute noch mal deutlich, dass sie von der AOK als öffentlicher Krankenkasse erwarten, in jeglichen Kaufvertrag eine Investitionsverpflichtung für das Greifenbad unter Berücksichtigung aller denkmalpflegerischen Aspekte hinein zu schreiben. Eine solche Verpflichtung kann nur einer weitestgehend öffentlichen Nutzung des historisch in Rostock einmaligen Bauwerkes dienen.
Gleichzeitig forderten sie die AOK auf, sich für eine solche öffentliche Nutzung des Greifenbades stark zu machen. Sollte der heute angebotene sechsstellige Kaufpreis für die AOK nicht ausreichen, boten die Mitglieder des Fördervereins und der Projektgruppe an, dass ein möglicher Kaufpreisnachlass gegengerechnet werden könne, so dass den Mitgliedern der AOK beim Besuch der musealen Einrichtungen und der Inanspruchnahme der geplanten Gesundheitseinrichtungen ein deutlicher Preisnachlass gewährt würde. Dies könnte nach den Verstimmungen der letzten Woche der Beginn einer zukunftsweisenden am Interesse der EinwohnerInnen der KTV orientierten Zusammenarbeit mit der AOK sein, hoffen die Mitglieder des Fördervereins auf ein Einlenken der AOK.
Obwohl nach einer längeren Aussprache die Vorwürfe der Projektgruppe Greifenbad, dass die Verkaufsverhandlungen Hals über Kopf mit ihnen abgebrochen wurden, ohne eine Möglichkeit zu haben, ein Gebot abzugeben, von der AOK nicht ausgeräumt werden konnten, sind die Mitglieder des Fördervereins Greife(i)nbad mit dem heutigen Diskussionsergebnis nicht ganz unzufrieden: Immerhin signalisierte die AOK, den Notartermin am Mittwoch gegebenenfalls zu verschieben.
"Vielleicht hat uns hier ja das Engagement von vielen EinwohnerInnen der KTV, die uns in der letzten Woche durch ihre Meinungsbekundungen für ein öffentlich zugängliches und soziales Greifenbad unterstützten, etwas geholfen", so Dieter Rahmann vom Förderverein Greife(i)nbad.
Pressemitteilung vom 16.10.08
Samstag Demonstration für ein öffentlich zugängliches Greifenbad
Nach einer gestern abend mit ca. 40 Interessierten gut besuchten Informationsveranstaltung des Fördervereins Greife(i)nbad, auf der diese ihr Konzept einer weitestgehend öffentlichen Nutzung des im Rostocker Stadtteil KTV gelegenen Greifenbades vorstellten, ist diese Woche noch mit weiteren Aktivitäten zu rechnen. So wird es am Samstag ab 12 Uhr auf dem Doberaner Platz zu einer Demonstration kommen, die über das Greifenbad, durch die KTV, zur AOK geht, auf der gegen den für Mittwoch nächster Woche vorgesehenen Verkauf des Greifenbades durch die AOK an den Investor Herrn Bögelsack und für eine möglichst weitgehende öffentliche Nutzung protestiert wird. Der Förderverein Greife(i)nbad befürchtet, daß es dem Investor ausschließlich um eine lukrative Wohnnutzung des Nebengebäudes an der Feldstraße 2a geht, das unter Denkmalschutz stehende eigentliche Greifenbad nach dem Verkauf aber dem Verfall preisgegeben wird und ein zweiter "Anker" entsteht.
Auf der gestrigen Veranstaltung wurden auch Stimmen laut, die ein stärkeres Engagement der Rostocker Bürgerschaft und der Stadtteilvertretung einforderten. Es dürfe nicht sein, daß der mutmaßliche Investor einfach einen Bauantrag fürs Nebengebäude genehmigt bekomme, ohne daß es gleichzeitig eine Investitionsverpflichtung für das Greifenbad gäbe, hieß es gestern von Seiten aufgebrachter BürgerInnen. Auch sei es Pflicht der Stadtvertretung, alle Hebel auszunutzen, um eine weitestgehend öffentliche Nutzung des Greifenbades zu ermöglichen. Es wurde der Wunsch geäußert, daß das Greifenbad Thema der nächsten Stadtverordnetensitzung werde.
In diesem Sinne hat der Förderverein Greife(i)nbad und die ihm nahestehende Gruppe, die das Haus für eine öffentliche Nutzung erwerben will, einen (unten angefügten) offenen Brief an den Verwaltungsrat der AOK geschrieben, in dem dieser aufgefordert wird, den Verkaufstermin am 22.10. abzusagen.
Wir bitten um eine Ankündigung der Demonstration, weitere Informationen können Sie erhalten bei Frau Grant unter der Nummer 01577-5706606, diese Nummer ist auch während der Demonstration erreichbar.
Projektgruppe und Förderverein Greife(i)nbad
Rostock, den 16.10.08
OFFENER BRIEF
An den Verwaltungsrat der AOK MV
Am Grünen Tal 50
19063 Schwerin
vorab per mail an:
verwaltungsrat@mv.aok.de
Sehr geehrte Damen und Herren,
namens der Projektgruppe und des Fördervereins Greife(i)nbad wende ich mich heute an Sie, da es bzgl. des Verkaufes des sich im Besitz der AOK befindlichen Greifenbades und des dazugehörigen Nebengebäudes Feldstr. 2a in Rostock zu Irritationen gekommen ist.
Dem Verkauf an den Investor Herrn Bögelsack wurde nach unseren Informationen auf der letzten Sitzung des Verwaltungsrates zugestimmt und der Notartermin auf den 22.10. anberaumt. Zeitgleich sind die Verkaufsverhandlungen, die wir seit April mit der AOK führten – für uns völlig unerwartet – am 7.10. einseitig von der AOK abgebrochen worden.
Wir wünschen uns die Aufhebung des anvisierten Verkaufstermins und die Wiederaufnahme der Verkaufsverhandlungen mit uns.
Wir haben seit langem Interesse an dem Kauf des Greifenbades und des Nebengebäudes geäußert. Unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Aspekte möchten wir das Erdgeschoß des Greifenbades größtenteils in seiner historischen Form erhalten und als Museum der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Viele BewohnerInnen kennen diese Warmbadeanstalt noch aus eigener Anschauung durch die bis in die 90er Jahre dauernde Nutzung. Die Erinnerung möchten wir auch im Sinne von erlebbarer Alltagsgeschichte den Menschen in diesem Stadtteil wieder nahebringen. Gleichzeitig ist eine Wiederinbetriebnahme von Badeeinrichtungen gemäß den geänderten modernen Befürfnissen geplant. Ein Wellness-Bereich mit einer Sauna und der Installation eines türkisch-marrokanischen Hamams ist geplant. In dieser Form eine in MV einmalige Einrichtung.
In den 2 Geschossen darüber sollen ein Hostel und ein Mutter-Vater-Kindprojekt entstehen, sowie für RostockerInnen nutzbare Veranstaltungsräume. Es gibt dafür erheblichen Bedarf. Im Nebengebäude haben wir Wohnnutzuung, Kleingewerbe und ein ökologisch-vegetarisches Restaurant geplant.
Seit Beginn der Verkaufsverhandlungen wurde uns der Eindruck vermittelt, daß die AOK ernsthaft an einem Angebot von uns interessiert ist und sie zeigten sich auch aufgeschlossen gegenüber unserem Konzept einer für die Öffentlichkeit zugänglichen Nutzung der alten Warmbadeanstalt. Zwar wurde betont, daß die AOK für den anderen Bieter, Herrn Bögelsack, eine höhere Präferenz hatte, da man sich mit diesem schon länger in Verkaufsverhandlungen befand. Trotzdem wäre es keinesfalls chancenlos für uns, ein Gebot abzugeben. Es bestand ferner Einigkeit darüber, daß die AOK uns so rechtzeitig über das Bevorstehen einer Verkaufsentscheidung informieren würden, so dass noch genügend Zeit bliebe, um ein Angebot mit der dazugehörigen Finanzierungsgrundlage abzugeben.
Zwischenzeitlich gab es Gespräche mit unserer Hausbank und mit den zu beteiligenden Ämtern, eine Bauvoranfrage kann jetzt gestellt werden. Ein Finanzierungskonzept ist im wesentlichen erstellt und könnte in wenigen Wochen in belastbarer Form vorgelegt werden.
In allen relevanten Ämtern der Stadt, insbesondere dem Denkmalpflegeamt, dem Bauamt und dem Bauordnungsamt stiessen wir bisher auf wohlwollende Resonanz. Insbesondere unsere Vorstellung der weitestgehend öffentlichen Nutzung des Greifenbades konnte überzeugen. Eine unwiederbringlich private (Ver)Nutzung der für den Stadtteil historisch einmaligen und bedeutenden Einrichtung wäre sicherlich auch gegen die Interessen der EinwohnerInnen der Kröpeliner Tor Vorstadt und ganz Rostocks.
Nicht allen Mitgliedern des Verwaltungsrates werden einige weitere Details bekannt sein. Diese jedoch lassen zumindest aus unserer Sicht eine äußerst unbefriedigende Weiterentwicklung des Zustandes des Greifenbades befürchten, mithin das Entstehen einer jahrelangen verrottenden Ruine, falls der Verkauf, wie jetzt geplant, vonstatten geht. Wir glauben nicht daran, daß der Investor die Absicht hat, auch nur einen Cent in das Greifenbad zu investieren. Jedenfalls hält er sich diesbezüglich sehr bedeckt. Ihn scheint nur das zu lukrativen Wohnungen umbaubare Nebengebäude zu interessieren. Auf der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates der KTV, wurde dementsprechentd sein Bauantrag präsentiert, der tatsächlich nur die Nutzung des Nebengebäudes umfaßt. Bezüglich des Greifenbades liegt nichts vor. Auf Nachfrage bei städtischen Ämtern wurde uns nochmal versichert, daß es noch nicht einmal eine Bauvoranfrage dieses Investors zum Greifenbad gegeben habe. Es hat lediglich Gespräche mit den beteiligten Ämtern und der Feuerwehr gegeben, wie denn bei einer von ihm favorisierten Wohnnutzung Aspekte des Brandschutzes und der Denkmalpflege angemessen berücksichtigt werden können.
Genau diese beiden Probleme befinden sich zwischen Investor und den Ämtern aber schon seit Monaten, bzw. Jahren in der Erörterung. Ein Ergebnis, das eine Nutzungsänderung ohne weiteres möglich sei, liegt jedoch auch jetzt noch nicht vor. Inzwischen hat es aber auch mehrere Gespräche zwischen uns, dem von uns beauftragten Architekten und den Behörden gegeben mit der Ankündigung, daß eine Bauvoranfrage in den nächsten Tagen eingereicht wird. Diese Information wird auch den Investor Herrn Bögelsack erreicht haben.
Vor diesem Hintergrund muß der Wunsch des Investors betrachtet werden, jetzt ganz schnell die Verkaufsverhandlungen abzuschließen. Zu offensichtlich erscheint uns, das, obwohl er tatsächlich Gespräche über eine Umnutzung des Greifenbades geführt hat, ein richtiges Interesse an einer Investition ins Greifenbad nicht hat, weil er ja noch nicht mal die Ergebnisse dieser Gespräche abwartet, bevor er kaufen will. Offensichtlich geht es nur darum, Kapital aus dem Nebengebäude zu schlagen – mit Wohnungen und Mieten für Menschen mit gehobenem Lebensstandard, während das Geifenbad verfällt.
Ob unsere Vermutungen über die Absichten des Herrn Bögelsack zutreffen, ist nicht mit abschließender Gewissheit zu sagen. Insofern beziehen wir uns bei unserer Einschätzung des Investors nur auf die tatsächlich festzustellende Eile, mit der hier vollendete Tatsachen geschaffen werden sollen, wobei dann die Interessen der Einwohner des Stadtteils KTV an einem öffentlich zugänglichen und sozial genutzten Greifenbad auf der Strecke bleiben. Daß der Verwaltungsrat der AOK als Vertretung vieler Versicherter und EinwohnerInnen Rostocks einem solchen – gelinde gesagt unsozialen Verkauf – übereilt zustimmt, finden wir schade.
Gern würden wir die Verhandlungen mit der AOK mit einem tatsächlich offenen Ergebnis für eine möglichst öffentliche und möglichst soziale Nutzung des Greifenbades weiterführen.
Mit freundlichem Gruß
Dieter Rahmann
Förderverein Greife(i)nbad
Pressemitteilung vom 13.10.08
Demonstration am Samstag für ein öffentlich zugängliches Greifenbad
Mittwoch Infoveranstaltung über ein alternatives Nutzungskonzept
Mit einer Demonstration wollen Rostocker EinwohnerInnen am kommenden Samstag für eine öffentliche Nutzung des in der Rostocker KTV gelegenen Greifenbades demonstrieren. Geht es nach dem Willen des Besitzers, der AOK, soll die seit den 90er Jahren nicht mehr genutzte, 1925 gebaute Warmbadeanstalt an der Feldstraße 2a am 22.10. 08 an einen Privatinvestor verkauft werden. Dieser legte in der jüngsten KTV- Ortsbeiratssitzung einen Bauantrag vor, demzufolge er in dem Nebengebäude vom Greifenbad eine reine Wohnnutzung realisieren will. Angeblich sei zwar vom Investor auch eine Wohnnutzung in dem Greifenbad selbst geplant, so die AOK, ein Bauantrag liegt hierfür jedoch nicht vor. Tatsächlich ist eine lukrative Wohnnutzung im Greifenbad selbst, für den Investor nur unter erheblichem Aufwand möglich, da teure Denkmalschutzauflagen und Brandschutzvorschriften beachtet werden müssen. In der KTV wird nun befürchtet, daß das Greifenbad nach diesem Verkauf zu einem zweiten "Anker" wird, also eine Hinterhofruine.
Auf jeden Fall ist, sollte der Verkauf wie geplant vonstatten gehen, eine öffentliche Nutzung für die Zukunft nicht in Sicht, so die Meinung einer Gruppe von Rostockern, die sich seit Anfang des Jahres im Förderverein Greife(i)nbad zusammengeschlossen haben. Der Förderverein Greife(i)nbad strebt in diesem Haus eine - modernen Bedürfnissen angepaßte - öffentliche Nutzung an, die viel eher mit den Vorstellungen des Denkmalschutzes in Einklang zu bringen ist. Im Erdgeschoß sollen Sauna und Lesesaal reaktiviert sowie ein Museumsbereich und ein Hamam (ein türkisches Bad) eingerichtet werden. Weiter ist im Komplex ein Hostel, ein Eltern - Kind - Projekt sowie Projekträume für soziokulturelle Initiativen und ein vegetarisches Restaurant geplant.
Die seit Monaten laufenden Kaufverhandlungen mit einer dem Förderverein nahestehenden Gruppe hat die AOK vor einer Woche Hals über Kopf abgebrochen. Die Mitglieder der Gruppe fühlen sich nun vor den Kopf gestoßen. Noch im April hat es geheißen, die Präferenz der AOK für einen Privatinvestor, der dort seit langem eine Wohnbebauung plane, sei nicht endgültig. Die AOK hat uns bis jetzt glauben gemacht, ein ernsthaftes Interesse an einem Angebot von uns zu haben. Sie hat uns auch versichert, daß wir vor einer endgültigen Entscheidung frühzeitig genug informiert werden, damit wir ein Angebot mit tragfähigem Finanzierungskonzept vorlegen können. Vor einer Woche kam jedoch plötzlich eine E-Mail von der AOK, daß die Kaufverhandlungen umgehend eingestellt werden, so ein Mitglied der dem Förderverein nahestehenden Gruppe.
Die AOK wird mit dieser Entscheidung der sozialen Verantwortung gegenüber ihren Mitgliedern nicht gerecht. Sollte dieser auf Ungleichbehandlung von Mitbietern basierende, unsoziale Verkaufsdeal der AOK aufgehen, wird wieder einmal ein potentiell öffentlicher Raum dem kommerziellen Interesse eines Privatinvestors und den gehobenen Wohnansprüchen einiger wohlhabender Menschen geopfert. In dem Aufruf zur Demonstration heißt es auch, daß von der politischen Vertretung der KTV und der Stadt erwartet wird, daß über das Bauordnungsrecht alle Mittel ausgeschöpft werden, um den RostockerInnen eine Chance auf eine öffentliche Nutzung des Greifenbades zu geben.
Die Demonstration beginnt am Samstag, den 18.10.2008, um 12.00 Uhr auf dem Doberaner Platz.
Vorher am Mittwoch, den 15.10.08 gibt es um 20.00 Uhr in der Friedrichstr. 23 eine Informationsveranstaltung des Fördervereins, auf der ein alternatives Nutzungskonzept der Öffentlichkeit vorgestellt wird.
Den Aufruf zur Demonstration (pdf-Datei, ca. 700KB) gibt es mit einem Mausklick auf diesen Satz.
Kontakt zum Förderverein Greife(i)nbad per E-Mail über: greifenbad@gmx.de
Zur Orientierung über die Lage des Greifenbades kann folgende Adresse genutzt werden: http://geoportal.rostock.de/
Weitere Informationen, sobald bekannt.